Liebe Mitglieder des CSU Ortsverbands Kissing,

 

ich hoffe, Sie kommen gesund durch die für uns alle neuartige und kräftezehrende Zeit.

Der CSU Fraktion im Kissinger Gemeinderat und mir als Bürgermeister ist es ein besonderes Anliegen Sie heute über den viel diskutierten Neubau unserer Grundschule zu informieren und Ihnen einige Punkte zu diesem Vorhaben näher zu erläutern. Da dies aufgrund der aktuellen Situation nicht in Präsenzform möglich ist, wenden wir uns mit einem Brief an Sie.

Seit weit über einem Jahr haben sich die Räte und ich sowohl in Ausschusssitzungen als auch in Gemeinderatssitzungen mit der Neugestaltung der Grundschule beschäftigt. Wohl überlegt hat sich die Mehrheit des Gemeinderates im Juli 2020 für einen Neubau der Grundschule entschieden, nachdem von Architekt Herrn Prof. Wossnig sowie von Projektmanager Herrn Meixner sechs verschiedene Varianten, die beispielsweise auch eine Sanierung des bestehenden Gebäudes, einen Anbau oder einen Teilabriss beinhalteten, ausführlich vorgestellt wurden. Die Variante des Neubaus ist für die Gemeinde Kissing mit Abstand die wirtschaftlichste Möglichkeit auf die in den kommenden Jahren prognostizierten steigenden Schülerzahlen zu reagieren. Ausdrücklich betonen möchte ich, dass der CSU Fraktion und mir sehr daran gelegen ist im Zusammenhang mit dem Neubau, einen weitläufigen und mindestens gleichwertigen Pausenhof zu errichten, der die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Mindestgröße deutlich überschreitet.

Hervorzuheben ist, dass durch den Neubau alle unsere Schülerinnen und Schüler mit einem innovativen pädagogischen Konzept, den Lernlandschaften, beschult werden können. Im Oktober 2019 gab es für die Mitglieder des Gemeinderats die Möglichkeit zusammen mit dem Lehrerkollegium und Elternbeirat dieses Lernmodell anhand eines eintägigen Workshops näher kennen zu lernen, wovon jedoch lediglich Gemeinderäte der CSU Fraktion und der Freien Wähler Gebrauch machten. Zudem wurden die Vorteile der Lernlandschaften in einer eigenen Sitzung durch Frau Doberer nochmals ausführlich dargestellt. Aufgrund der positiven Rückmeldungen sowohl der Lehrerschaft als auch der Räte wurde dieses Konzept, das auch den herkömmlichen Frontalunterricht nicht ausschließt, weiter verfolgt. Eine Anpassung des Bestandsgebäudes im Hinblick auf das pädagogische Konzept der Lernlandschaften wäre baulich nur sehr schwer umsetzbar und mit hohen Kosten verbunden gewesen. Auch die Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, auf die Eltern voraussichtlich ab 2025 Rechtsanspruch haben, profitiert von den entstehenden Räumlichkeiten, die für die Schüler eine optimale Lernatmosphäre und in den Pausen zudem Möglichkeiten zum Spielen und zur Erholung bieten. Angesichts der vielen Stunden, die die Kinder in ihrer Schule verbringen, ist eine hohe Aufenthaltsqualität für die Beschulten essentiell. Darüber hinaus dürfen die geringeren Unterhaltskosten bei einem Neubau nicht vergessen werden. Vorteilhaft ist zudem, dass das Bestandsgebäude der Grundschule anderweitig genutzt werden kann.

Momentan befinden wir uns in der frühen Planungsphase des Bauvorhabens, das im kommenden Jahr anhand eines Architektenwettbewerbs, der auch die umliegenden Gebäude und den bestehenden Pausenhof berücksichtigt, weiter vorangetrieben werden wird. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass noch keine konkrete Planung beispielsweise hinsichtlich des Baukörpers oder des Baustoffes vorliegt. Diese Dinge werden erst in einer späteren Phase unter Einbeziehung des Gemeinderates klar definiert.

Ich wünsche Ihnen eine möglichst stressfreie und besinnliche Vorweihnachtszeit. Kommen Sie gesund durch den Winter.

Mit freundlichen Grüßen

 

Reinhard Gürtner                                     Michael Eder

Ortsvorsitzender                                       Fraktionssprecher